Wer technische Produkte einkauft, muss heute nicht nur auf Qualität, Funktionalität und Preis achten. Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit sind inzwischen sehr wichtige Anforderungen an Produkte, von denen viele durch gesetzliche Vorgaben wie RoHS oder REACH geregelt sind.
Doch was bedeuten Begriffe wie RoHS, REACH oder Konfliktmineralien eigentlich konkret? Und warum sind sie für unsere Kunden so relevant?
RoHS, REACH und Konfliktmineralien
RoHS, REACH und Konfliktmineralien klingen auf den ersten Blick sehr technisch – tatsächlich geht es dabei aber um etwas ganz Grundsätzliches: Sicherheit, Transparenz und Verantwortung in der Lieferkette.
RoHS
RoHS stellt sicher, dass in unseren Produkten nur sehr geringe bzw. keine verbotenen Schadstoffe wie Blei oder Quecksilber enthalten sind. Das schützt Umwelt und Gesundheit – insbesondere bei Elektro- und Elektronik-Komponenten.
In der Kabelkonfektion bedeutet RoHS beispielsweise, dass bei der Herstellung von konfektionierten Kabeln keine unzulässig hohen Mengen an Blei, Quecksilber oder bestimmten Weichmachern verwendet werden dürfen. Ein konkretes Beispiel ist die Ummantelung von Kabeln: Diese muss so zusammengesetzt sein, dass sie die geltenden Grenzwerte für PVC-Additive wie Phthalate einhält. So wird sichergestellt, dass das fertige Kabel sowohl sicher im Einsatz als auch umweltverträglich ist.
REACH
REACH geht noch einen Schritt weiter und regelt den sicheren Umgang mit chemischen Stoffen in der gesamten Lieferkette. Für unsere Kunden bedeutet das vor allem: mehr Transparenz darüber, welche Stoffe in Produkten enthalten sind und wie sicher diese sind.
REACH betrifft in der Kabelkonfektion vor allem die verwendeten Kunststoffe, Isolationsmaterialien und Beschichtungen. Ein Beispiel: Wenn ein Steckverbinder mit einer speziellen Oberflächenbeschichtung versehen ist, muss geprüft werden, ob darin besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC – Substances of Very High Concern) enthalten sind. Ist dies der Fall, müssen diese entsprechend dokumentiert oder ersetzt werden. Für den Kunden bedeutet das mehr Transparenz über alle eingesetzten Materialien im Kabelsystem.

Konfliktmineralien
Konfliktmineralien betreffen Rohstoffe wie Zinn, Tantal, Wolfram und Gold. Hier geht es darum, dass diese nicht aus Konfliktregionen stammen, in denen ihr Abbau mit Menschenrechtsverletzungen verbunden sein kann.
Und auch in der Kabelkonfektion spielen Konfliktmineralien eine Rolle, insbesondere in metallischen Komponenten wie Steckerkontakten oder Lötverbindungen. Diese können Materialien wie Zinn oder Gold enthalten. Ein Beispiel: Die verzinnten Kontakte eines Steckers müssen nachvollziehbar aus Lieferketten stammen, die keine Rohstoffe aus Konfliktregionen beziehen. So wird sichergestellt, dass die Produktion nicht indirekt zur Finanzierung von Konflikten beiträgt.
Unsere Erklärungen
Mit den RoHS- und REACH-Konformitätserklärungen auf unserer Firmenwebsite dokumentieren wir die Einhaltung dieser Anforderungen und schaffen damit Transparenz über die Standards, die wir verwenden.
Für unsere Kunden sind diese Regelwerke deshalb besonders relevant, weil sie Verlässlichkeit schaffen: Produkte erfüllen nicht nur technische Anforderungen, sondern entsprechen auch hohen gesetzlichen und ethischen Standards. Verlässlichkeit bedeutet dabei, dass sich Kunden dauerhaft auf die gleichbleibende Qualität, die normgerechte Herstellung und die vollständige Dokumentation unserer Produkte verlassen können. Sie schafft Transparenz entlang der gesamten Lieferkette und gibt Sicherheit bei der Verwendung in sensiblen Anwendungen.
Fadja Anna Nayel
Nayel Electronic GmbH & Co. KG